KONZERT »Christliche Musik der Renaissance im kammermusikalischen Rahmen«

Ensemble Rosa mundi / Fotocollage: Ullrich Thiele

»Christliche Musik der Renaissance im kammermusikalischen Rahmen«

Ensemble Rosa Mundi Basel (Schola Cantorum Basiliensis)

Werke von Claudio Monteverdi, John Dowland, Jan Pieterszoon Sweelinck und anderen

Eintritt: 22,- € / Schüler frei


Ensemble Rosa Mundi Basel
Das 2017 in der Schola Cantorum Basiliensis (SCB) gegründete Ensemble Rosa Mundi erforscht das vokale und instrumentale Repertoire im Übergang von Renaissance zu Barock. Das Ensemble beteiligt sich an Projekten und arbeitet regelmäßig in der SCB zusammen.

Rosa Mundi spielt Musik aus vielen verschiedenen europäischen Nationalstilen wie Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Dabei wird das Zusammenspiel vokaler Polyphonie gemeinsam mit Instrumenten in verschiedenen Besetzungen untersucht, um den Ausdruck unterschiedlicher Affekte zu intensivieren und wechselnde Klangmischungen zu erproben. Historische Werktreue bleibt dabei eine wichtige Inspirationsquelle, während das Ensemble sich zugleich leidenschaftlich mit der Tradition der musikalischen Gestaltung durch virtuose und galante Ornamente auseinandersetzt.

Das Ensemble:
Roberta Diamond, soprano
Tessa Roos, alto
Christopher Wattam, tenor
Darina Ablogina, renaissance traverso
Johanna Baartz, renaissance traverso
Mara Winter, renaissance traverso
John Martling, bass and lute
Lukas Frank, organ and cembalo

PROGRAMM

KONZERT »Wolfenbüttel-Paris-London-Venedig«

Kammerchor Canto Vivo, Wolfenbüttel-Braunschweig

»Wolfenbüttel-Paris-London-Venedig«

Kammerchor Canto Vivo, Wolfenbüttel-Braunschweig

Ensemble Rosa Mundi, Basel

»Missa ad placitum« von Claude Lejeune (1530-1600)
im Wechsel mit Werken der Epoche

Eintritt: 22,- € / Schüler frei


Missa ad placitum – Claude LeJeune

Die Missa ad placitum zu vier bis sieben Stimmen des franko-flämischen Komponisten Claude LeJeune (1530 – 1600) erschien erst im Jahre 1607.

Es ist unklar, was mit dem Titel ‚Ad placitum‘ genau gemeint ist. Jedenfalls scheint die einzige vollständig ausgearbeitete Messe des Protestanten Claude Le Jeune eine eigenständige Komposition darzustellen, im Gegensatz zur nahezu universalen Praxis der ’Parodie‘ und ist in großer Gestaltungsvielfalt an chorischen Kombinationen von 2 bis 7 Stimmen verfasst. Außerdem steht das Credo gegenüber den folgenden Teilen in einem unterschiedlichen Modus.

Es handelt sich also um ein ‚Unikat‘, dessen Reichtum an Erfindungsgeist den Hörer jedoch sofort anspricht. Le Jeune bedient sich her des syllabischen Stils der Textunterlegung (vers mesure), den er für seine französisch-sprachige Musik entwickelte. Der „Et in spiritum“-Abschnitt des Credo illustriert dies deutlich, während die gelegentlichen Chromatizismen an Lassus erinnern. Ansonsten rekurriert Le Jeune auf einen für damalige Zeit archaisch anmutenden Stil, wie sich z.B. am Beginn des glänzenden Sanctus zeigt. (Fabrice Fitch)


Kammerchor Canto Vivo

Der Kammerchor Canto Vivo besteht seit 2010. Bis 2014 probte er unter der Leitung von Agnes Kauer. Seitdem liegt die Leitung in den Händen von Reinhard Voigt.
Der Chor hat sich im Laufe der Zeit ein breit gefächertes Repertoire an Literatur für vier- bis achtstimmigen gemischten Chor a-cappella erarbeitet. Pro Jahr entwickelt er ein bis zwei Konzertprogramme, die in verschiedenen Kirchen der Region und an weiteren geeigneten Orten (z. B. Prinzenpalais und Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, Naturhistorisches Museum Braunschweig, Herrenhaus Sickte, Rittergut Lucklum,) zur Aufführung gebracht werden.
Besondere Schwerpunkte bilden gegenwärtig die Erarbeitung der bisher in Deutschland kaum bekannten Missa ad placitum des franko-flämischen Renaissance-Komponisten Claude Lejeune (1530 – 1600) sowie das Experimentieren mit Klängen in der Bandbreite von Gesang, Sprache und Geräusch.


Informationen zu Ensemble Rosa Mundi – siehe nächstes Konzert